Baby und Hund - Ankunft eines neuen Rudelmitglieds

Ein neues Rudelmitglied ist da. Plötzlich muss der Hund seine Rudelstrukturen neu sortieren und sein Herrchen/Frauchen mit dem Baby teilen. Und obwohl das neue Familienmitglied zunächst noch so gut wie nichts kann, eigentlich nur schläft, trinkt und ab und zu mal weint, wird ihm von einem Tag auf den anderen fast die ganze Aufmerksamkeit der Eltern geschenkt.

Auch für einen Hund ist ein neues Familienmitglied eine deutliche Umstellung. Um so wichtiger ist es also, den Hund frühzeitig darauf vorzubereiten und so wenig wie möglich für den Hund zu ändern. Manche machen sich mehr und manche weniger Gedanken darüber, wie man das Ganze am besten angeht. Mir war es wichtig sich rechtzeitig damit auseinander zu setzen, um Hund und Kind gerecht zu werden. Außerdem wollte ich mir gar nicht vorstellen, was es bedeuten würde, falls Hund und Kind gar nicht miteinander klarkommen (oder das Kind eine Allergie hat). Im Folgenden findest du meine Tipps, die dir hoffentlich weiterhelfen.   

Vorbereitungen

Sehr wahrscheinlich werden sich durch das Baby ein paar Routinen des Hundes ändern. Beispielsweise gehst du morgens erst später raus oder der Hund darf nicht mehr aufs Sofa oder… In jedem Fall solltest du versuchen diese Gewohnheiten schon zu ändern, bevor euer Baby da ist. Der Hund sollte die Veränderungen nicht in Zusammenhang mit dem Baby bringen, da er sich sonst vernachlässigt fühlen oder eifersüchtig sein könnte. Auch neue Gegenstände wie ein Babybett sollte der Hund frühzeitig kennenlernen.

Außerdem solltest du rechtzeitig klären wer sich um den Hund kümmern kann, wenn ihr zur Geburt ins Krankenhaus oder Geburtshaus fahrt.

Regeln für Baby und Hund

Aus meiner Sicht sind klare Regeln ein Muss. Der Hund muss beispielsweise wissen, dass die Decke, auf dem das Baby liegt, tabu ist. Vielleicht möchtest du auch das gesamte Kinderzimmer zur Tabuzone erklären? Außerdem sollte dem Hund klar gemacht werden, dass er nicht für die Erziehung des Kindes zuständig ist. Erzieherische Maßregelungen des Hundes könnten schlimme Folgen haben. Andererseits muss auch das Baby von Anfang an lernen, dass das Körbchen des Hundes ein Rückzugsort für den Hund ist und das Baby dort nichts zu suchen hat. Ebenso muss es lernen, dass der Hund nicht getreten, gekniffen etc. wird.

Das erste Kennenlernen von Baby und Hund

Wir haben unserem Hund erst ein Kleidungsstück von unserem Baby aus dem Krankenhaus mitgebracht, sodass er sich schon mal mit dem Geruch vertraut machen konnte. Von dem Mitbringen der vollen Windel aus dem Krankenhaus halte ich nichts. Als unser Hund dann das erste Mal auf unser Baby getroffen ist, haben wir unser Baby auf dem Arm gehabt und unseren Hund vorsichtig schnüffeln lassen. Das Interesse war auch gar nicht so groß.

Es gibt verschiedenste Theorien, ob man den Hund am Säugling schnüffeln lassen sollte, wenn man ihn auf dem Arm hält und es dem Hund aktiv erlaubt, ob man den Hund in den ersten Tagen überhaupt an das Baby heran lassen sollte usw. Den Kopfbereich sollte man allein aus hygienischen Gründen zunächst verbieten. Ich hätte es nicht richtig gefunden, den Hund tagelang komplett vom Baby fern zu halten. Aber da ist natürlich auch jeder Hund anders. Bei einem besonders stürmischen Hund muss man mit Sicherheit mehr aufpassen als bei unserer alten Dame.  

Da man weder Hund noch Kind zu 100% einschätzen kann, sollte man beide nie unbeaufsichtigt lassen. Es ist sonst nicht ausgeschlossen, dass das Kind plötzlich den Hund kneift o.ä. und der Hund sich wehren muss, weil kein Erwachsener in der Nähe ist, der dem Hund aus der Situation hilft.

Wie du deinen Hund vorbereitest und die beiden aneinander gewöhnst, hängt letztendlich von dir bzw. euch und deinem Hund ab. Du kannst deinen Hund am besten einschätzen. Hat er beispielsweise Probleme an der Leine zu laufen? Manche üben sogar das Kinderwagen schieben mit dem Hund an der Leine, bevor ein Baby im Kinderwagen liegt.

Die Beziehung zwischen Kind und Hund entwickelt sich. Unser Hund war am Anfang zunächst kaum an unserem Baby interessiert. Im Krabbelalter hat unser Hund dann eher das Weite gesucht. Inzwischen sind die beiden ein eingespieltes Team und der Hund wird regelmäßig gestreichelt und mit mehr als genug Futter versorgt. Es ist toll zu sehen, wie ein Kind mit Hund aufwächst!

Wie hast du Baby und Hund aneinander gewöhnt? Hast du weitere Tipps?

Oder: wie hast du vor das Thema bei deinem Baby und Hund anzugehen?

Auf ein harmonisches, größeres Rudel!

Alles Liebe

Katharina

PS: Falls du gerade schwanger bist, lies hier mehr über Ernährung in der Schwangerschaft oder lad dir die kostenlose Checkliste zu den ersten wichtigen To Do’s in der Schwangerschaft herunter.

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